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1a Titel Monatsbild Februar Jahreszeit

Meine Liebe zur Kunst…

…begann schon früh mit dem Malen eigener Bilder -eines meiner frühesten erhaltenen Werke ist im Portfolio als „das Gerücht“ aufgeführt. Seine vibrierende und expressive Form- und Farbgebung haben mich wieder eingeholt; nach all den Jahren des Sehens, Scheidens und Zugewinns komme ich zur Brutalität und Zartheit der Jugend zurück. Der Prozess des portraitierens verstärkt durch meine eigene Farbtheorie -jedem Charackter eine Farbe zuordbar zu machen -mag psychologisierend wirken -hat in jedem Fall aber für mich eine Berechtigung; nicht nur die, des Moments der Erkenntnis -sondern auch die, der Erfahrung und des Zustimmens der Dargestellten.  

Mit 19 Jahren ging ich in die Lehre bei dem Kirchenrestaurator Horst Icks und arbeitete in den folgenden vier Jahren in Werkstätten der Restaurierungsbereiche Gemälde, Wandmalereien und gefassten Holzobjekten. Bei Prof. Dr. Althöfer dürfte ich die Füchse von Franz Marc röntgen und in der Pfalz Kirchen in Abbeizer ertränken. Im Anschluss studierte ich Kunstgeschichte, Grafik, Malerei  und allerlei drumherum. Dankbar für diese fruchtbare Zeit bin ich vor allem Helmi Ohlhagen (Grafik), Prof. Eckhart Kremers (Malerei) und der gewitzten Frau Prof. Dr. Katharina Krause (KG).

Nach dem Abschluss meiner Magisterarbeit an der Philipps Universität in Marburg lies ich mich nacheinander von zwei bekannten Auktionshaus anstellen. Ich konnte meine umfangreichen maltechnischen und kunsthistorischen Kenntnisse umsetzen und lernte vor allem in den kaufmännischen Bereichen dazu; ich arbeitete eng mit international
angesehenen Experten zusammen um über Original und Fälschung zu entscheiden. Meine Spezialisierung, die auf der Kenntnis verschiedenster maltechnischer Traditionen fußt, wurde unerlässliches Kriterium notwendiger Zuschreibungen und sicherer Abschreibungen. Ich habe in dieser Zeit einige Entdeckungen gemacht und Zuschreibung von Kunstwerken vorgenommen, die heute in bedeutenden Sammlungen und Museen zu finden sind. Das Widerkäuen alter Kunst ist für eine kreative Seele nur Erkenntnis und kann nicht dauerhaft erfüllen.

Für ein umfangreiches Kunstprojekt male ich derzeit verschiedene Portraits und arbeite hier mit der liebenswerten Antje Mairich an einer interdisziplinären, genreübergreifenden Werkzusammenstellung -der Titel „gesehen werden“ verrät, dass es um das Aufzeigen von Realitäten während der Corona Zeiten in unserer Gesellschaft geht.